München, d. 26.05.1997
Eine Hypothese
Nach der letzten gestrigen Fernsehsendung über den Yeti,
dürfte auch der letzte Zweifler seinen Widerstand aufgegeben haben und
zumindest neugierig geworden sein. Zweifellos waren die gesehenen Videos
überzeugend und haben mich in meinen Vermutungen bestätigt. Er
gehört ohne Zweifel einer Zwischenrasse von Affe und Mensch an und er
lebt! - noch.
Zunächst fällt einem auf, daß diese
Figur unter verschiedenen Namen in der Weltgeschichte auftaucht und dort in
ihren Beschreibungen, immer die gleichen Attribute aufweist. Diese möchte
ich hier nicht weiter beschreiben. Jedenfalls finden wir nicht nur moderne
Bezeichnungen dieser Figur (wie Yeti oder Bigfoot), sondern auch antike
in der Literatur (Troll, Riese ect.). Und gibt man seine Existenz zum
heutigen Zeitpunkt zu, muß man vernünftigerweise auch seine lange
Beziehung zur und mit der Menschheit, gleichermaßen als Tatsache zugeben.
So gesehen finden plötzlich alte, von der Wissenschaft als
Ammenmärchen angesehene Überlieferungen ihren Wert. Dieses haarige,
wilde, große, starke und stinkende Wesen, das wir immer wieder in alten
Erzählungen beschrieben finden, und das mit dem jetzigen Yeti in
der Beschreibung identisch ist, kann und muß zweifelsohne unser als
"Riese" bekanntes Wesen gewesen sein, über den bis ins Mittelalter hinein
berichtet wird. Viele ernstzunehmende Geschichten aus der Vergangenheit, deuten
mit Sicherheit darauf hin, daß es sich bei diesen, um eben diesen "Yeti"
gehandelt haben muß. (Natürlich nicht alle, man bezeichnete ja auch
große Menschen als Riesen.)
Damit können wir zu dem Schluß kommen, daß dieser
wilde, uns so gut bekannte Riese, einmal zu der Rasse wie der der Yetis, oder
auch Bigfoot, wie er in Amerika genannt wird (und die vielen anderen
Namen in der Welt nicht zu vergessen) gehört haben muß. Er ist
somit von einer Phantasie- und Märchenfigur, zu einer historischen Figur
geworden; zum Zweiten, daß er auch hier in Europa in den damaligen
großen Wäldern gelebt haben muß und das besonders in
Nordeuropa. Er war der wilde Waldmensch! Dessen bin ich mir absolut sicher.
Da er früher sehr viel zahlreicher als heute aufgetreten sein
muß, wahr er deshalb auch der alten Welt ein bekanntes und vertrautes
Wesen. Man wußte über ihn, erzählte über ihn und
fürchtete ihn. Leider oder notgedrungener Weise, vertrieb man ihn aus der
näheren Umgebung des Menschen. Er wird dessen Ernten und Früchte als
willkommene Speise genossen haben. Das zwang diesen "Riesen" sich immer weiter
in unwegsame Regionen zurückzuziehen, was ihn automatisch auch dezimierte,
da die Nahrungsbeschaffung immer schwieriger wurde. Der Mensch vertrieb ihn
somit. Auch die Bibel berichtet davon.
Es gibt eine Stelle (nicht
nur eine!) in den nordischen Überlieferungen, wo sehr deutlich
über dieses Wesen gesprochen wird und zwar in einem solchen Ton, als ob er
etwas Bekanntes, Familiäres und Anwesendes gewesen sei. Und zwar wird er
dort mit dem bekannten Namen "Troll" bezeichnet. Troll wahrscheinlich
deshalb, weil dieser Name den Vorstellungen eines damals sehr populären
Geisterwesens namens Troll, noch am ehesten entsprach. Es wird dort über
sein Verhalten und Aussehen berichtet. Das heißt es gab ihn also auch auf
Island und Norwegen und wahrscheinlich auch woanders in Europa. Deshalb
muß man die entsprechenden Geschichten sorgfältig studieren, um
zwischen einer Gespenstererzählung und einer historischen Begebenheit zu
unterscheiden. Da stößt man mit ziemlicher Sicherheit auf
Überraschungen. Zum Beipiel wird dort erzählt, daß es eine
Angwohnheit der Trolle war, auf den dortigen niedrigen Häusern zu reiten
und sie so zum Schwingen zu bringen. Ein typisches Affenverhalten! Und da gibt
es noch sehr viel mehr Begebenheiten, die einen stutzig machen.
Leider hält unsere derzeitige Wissenschaft diese ganzen nordischen Saga-Erzählungen für nicht historisch - oder nur solche, um die sie nicht herumkommt :-), was eigentlich durch nichts zu begründen wäre, außer durch das Vorurteil, daß das was nicht sein kann, auch nicht sein darf. Liest man sie mit Bedacht, sieht man aber, daß es Blut ist das da fließt, reines pures Lebensblut. Es ist unser nordisches Testament der Besiedelung Islands. Zweifellos ist Sturlingson unser Herodot. Wer hier wohl dumm ist? Geschichtsschreibung und Intelligenz gab es auch bei uns und nicht nur bei den Griechen und Römern, liebe Wissenschaft. Phantasten sind jüngeren Datums.
Um auf das Obige zurückzukommen, fällt in den Erzählungen auf, daß dieser "Troll" durchaus auch ein sprechendes Wesen gewesen sein könnte. Es gibt dazu Hinweise in den Erzählungen. Es ist nicht auszuschließen, das dieses Wesen dazu fähig gewesen sein könnte menschliche Laute auszusprechen, die es in seinem Umgang mit den Menschen gelernt haben könnte. Durch seine lange Verbannung, wird es diese Laute wieder verlernt haben, aber gewiss nicht die Fähigkeit dazu. Falls man ihn eines Tages in einem Käfig im Zoo bewundern werden wird, von dem ich überzeugt bin, könnte man dies eventuell bestätigt finden.
Wie immer auch, man bekommt mit diesem Wesen Mitleid. Wir sollten ihm seinen gebührenden Platz in unserer Welt einräumen, - früher oder später und solange es noch Zeit ist.
Der Autor