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Wenn man gelernt hat tief in sich hineinzugehn, entdeckt man plötzlich eine gefährliche, ja perverse Haltung die sich im Menschen breitgemacht hat. Man begegnet der Lust am Untergang, der Freude an der Niederlage, dem Willen an der Zerstörung und am Bösen, dem sich die Menschen genüßlich hingeben. Entsetzt schlägt man die Hände vor den Kopf. Und glauben sie ja nicht, das das nur auf einige selten verschrobene Typen zutrifft, - nein, ich habe es in allen Gesellschaftsschichten angetroffen. Angefangen vom anerkannten Mediziner, bis zu zum geachteten Philanthropen und bis zu den Menschen, die uns treuherzig zu lieben vorgeben.
Da diese Kräfte im Unterbewußten wirken und vielleicht noch tiefer, sind sie im allgemeinen nicht sofort zu erkennen. Man erkennt sie eher an der Wirkung, die von bestimmten Menschen ausgeht. Der gute Ruf der Krankenschwestern z.B. ist in letzter Zeit, von ihren schrecklichen Taten gemindert worden, die sie an ihren Patienten begangen haben. Wenige zwar, doch immerhin sieht man, daß es möglich ist. Und das sollte uns zu denken geben. Doch in der Öffentlichkeit wird sehr schnell vergessen, gestern war es noch in aller Munde, heute ist es nicht mehr vorhanden. Kopfschüttelnd sieht man wie wenig Lehren man aus diesen Beispielen zieht, tja könnte man zynisch sagen, das Publikum genießt mit. Für eine große Anzahl von Menschen trifft dies ganz gewiss zu. Und sie sind die wirklichen Verursacher von Katastrophen, - im Kleinen wie im Großen.
Also alles zusammen ein tanzender Derwischkreis von Verrückten, die sich gegenseitig lachend in den Abgrund stoßen? Ich muß sagen, das Bild hat etwas Wahres. Und es gibt Maler in der Vergangenheit, die die Welt so sahen, z.B. Hieronymus Bosch.
Im Gegensatz zu den Chaotikern, finden sich nun auch (in der Vergangenheit, so gut wie in der Gegenwart), Menschen die heilende Kräfte besitzen. Vielleicht ist es diesen zu verdanken, daß wir trotz aller Schlechtigkeiten noch zu den Lebenden gehören. Bis jetzt sind diese Heiler hauptsächlich auf dem Gebiet der Medizin tätig gewesen und hatten dort ihre Erfolge. Doch ist das nur ein kleiner Teil menschlichen Wirkungskreises. Der Schutz vor Unfällen, Schicksalsschlägen, Tod, feindlicher Haltung, könnte von diesen Leuten auch abgedeckt werden. Immerhin, in Asien finden sie sich noch.
Nehmen wir doch mal ein Beispiel aus der Realität. Heute Nachmittag habe ich im Fernsehen eine Sendung über den immer schwieriger werdenden Einsatz der Feuerwehr bei Hochhausbränden gesehen. Man sieht, das es nahezu unmöglich geworden ist, einen Brand zu löschen, der im 20. Stock eines Hochhauses ausgebrochen ist und sehr vielen Menschen das Leben kosten könnte. Anstatt nun zu versuchen immer bessere technische Werkzeuge zu finden, mit denen so ein Brand bekämpft werden könnte, - was mir sehr unwahrscheinlich vorkommt, - würde ich vorschlagen, sich doch mal mit der praktischen Magie zu beschäftigen. Diese hat erstens eine lange Tradition und ist zweitens in ihrer Wirkung sehr viel potenter. Einige Beschwörungsformeln eines Magiers der mit seiner Materie vertraut ist, genügten ein ausgebrochenes Feuer in einem Hochhaus zu löschen. Was hunderten von Feuerwehrsleuten in Stunden nicht gelänge, würde dieser Mensch mit seinen Methoden in wenigen Minuten erreichen können. Sie schütteln mit dem Kopf? Dann kann ich ihnen leider nicht weiter helfen.
Es ist klar, daß sich dies nicht nur auf das Löschen von Feuer begrenzt. Aller Arten von Naturkatastrophen lassen sich so bekämpfen. Das Dilemma ist, daß es sehr wenige Leute gibt, die dazu in der Lage sind. Schamanen im tiefen Urwald von Brasilien und Afrika könnten uns hier einiges an Hilfestellung geben. Auch Europa hat hierin eine alte Tradition, die aber leider unterbrochen zu sein scheint. Die Finnen waren im nordischen Altertum als Meister ihres Faches bekannt.
Es müßte zur Pflicht gemacht werden, daß in einer Stadt einige Leute dieser Art darüber wachten, was vor Ort geschieht und gegebenenfalls eingreifen könnten. Das würde den Katastrophenschutz zu einem stabilen Instrument machen, glauben sie mir, - stabiler jedenfalls als er jetzt zu sein scheint.
Wie man zu solch einem Meister der Naturkräfte oder Herr der Elemente, wie die Kelten es nannten wird, bliebe zu fragen. Auch auf diese Frage gibt es eine Antwort - für die Berufenen. Denn auch hierzu muß man prädestiniert sein.
Rolf Helmecke
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