Zwei Arten von Autorität gibt es im Leben und auf Erden. Die eine wird durch die gesellschaftliche Position bestimmt und die andere durch die Nähe zum Göttlichen. Die Hierarchie der Engel bezeichnet die Position zum Göttlichen im Himmel und die menschliche Hierarchie ist ein Abbild derselben. Wie oben, so unten, heißt es.
Somit ist Autorität eine natürliche Macht, die uns durch unsere jeweilige Position im Leben zufällt oder gegeben wird. Beide lassen sich durchaus vereinen. Die Weltliche als auch die Göttliche. Sie sind nicht voneinander abhängig, doch durchdringen sie sich.
Der Mensch hat die Wahl diese Autorität anzunehmen oder abzulehnen, ihr zu folgen oder sich ihr entgegenzustellen. Darin liegt die Freiheit seines Seins, wenn es auch oft eine eher notwendige Entscheidung ist. Dem unbewußten Menschen wird sie durch die Umstände auferlegt, dem Bewußten ist sie eine freiwillig freudige Entscheidung. Nichts sind wir aus uns selbst, alles sind wir durch unsere Haltung.
Beider Autorität können wir uns nur solange erfreuen, wie wir ihrer würdig sind. Sobald uns die Position genommen wird, verlieren wir auch die Autorität, die sie mitsichbrachte. Besonders können wir das im politischen und wirtschaftlichen Leben beobachten. Aber das gilt auch für die Himmlische, der Sturz der Engel oder der Fall Luzifers beruht auf dieser Tatsache.
Da das Leben Bewegung ist, erfordert es dauernde Bereitschaft, sich in dieser Position zu behaupten. Das wiederum heißt Kampf. Kampf gegen persönliche und gesellschaftliche Interessen, die sich nicht mit denen decken, die wir zu vertreten haben. Köpfe fallen, - hier unten, wie auch oben.
Das ist ein grausames Gesetz wenn man so will, aber es enthält Gerechtigkeit und niemand kann sich dem entziehen.
Rolf Helmecke