
Früher plegten die Fürsten und Minister mit großen Karossen vorzufahren und in Schlössern zu wohnen, große Empfänge zu geben, - heute tun es die Modeschneider.
Gewöhnliche Haarschneider nennen sich heute, um die Banalität ihres Berufes zu verbergen, - Hair Cutter, Hair Designer, Salon für Haare, Haarkünstler.....und ich weiß nicht was noch so alles.
Stolz und heuchlerisch trägt die Sünde in der Öffentlichkeit den Mantel der Moral, um nicht nackt einhergehen zu müssen und auch wegen des Beifalls der Menge. Doch kaum ist sie Zuhause, hängt sie ihn erleichtert in den Kleiderschrank.
Der Lüstling wird heutzutage Psychater, um ganz legal gehörig auf seine Kosten zu kommen.
Der Teufel kleidet sich liebend gern in das Gewand eines Geistlichen, um so seine sadistischen Neigungen zu befriedigen und mit Hölle und Fegefeuer drohen zu können.
Die Frau trägt heute das Gesicht des Mannes, als ob sie sich ihrer Weiblichkeit schämt.
Der Mann flüchtet sich heutzutage in die Rolle der Frau, weil er in seiner Männlichkeit versagt hat.
Früher pflegte man Menschen mit herausragenden Leistungen und Diensten zu adeln, heutezutage adelt man die Affen.
Der eigenen Natur zu folgen, wurde von Moralisten, Doktoren und Geistlichen immer als unmoralisch, krankhaft und sündig dargestellt, bis man sie genau bei den Sünden ertappte, die sie verdammten.
Nicht Laster, sondern Tugenden machen den Mann zum Manne. Doch gelten heutzutage Aufschneider und Prahlhänse als solche.
Was ist Humor? Nichts anderes als das Bewußtsein der Überlegenheit angesichts der Torheit.
Die Philosophie moderner Unternehmen entpuppt sich bei näherem Hinsehen als unersättliche Geldgier, die sich mit einem tugendhaften Mäntelchen umgibt, daß sie vor den kritischen Blicken der öffentlichen Moral und ihrem eigenen Gewissen schützt, die mahnenden Worte des Herrn Pfarrers besänftigt und den Lieben Gott zu einem unnützen Klappskopf macht; schließlich den Politiker zur Korruption auffordert, um sich möglichst viele Subventionen zu ergattern und steuerfrei schwelgen zu können.