(Ein Gespräch im Aschram Erziehungszentrum, 24. März 1984)
Ein indischer Yogalehrer, der Amerika zwei Dekaden nach Swami Vivekannanda, die Wissenschaft des Yoga bewußt machte, war ein Vertreter des Kriya-Yoga. Jeden Tag wenn er seinen Schüler in der Versammlung begegnete, stand er aufgerichtet und fragte: "Wie gehts euch heute?" Die Antwort war: "Auf und bereit!" Ich wurde an diese Praxis, die in diesen Zentren immer noch gilt erinnert, als ich diesen Morgen die Blicke des Eifers und des Enthusiasmus auf den jungen Gesichtern vor mir betrachtete. Es ist ein guter Start für das große Thema, daß uns gegeben wurde, nämlich: Die zwei Ankünfte.
Von diesen beiden kommt nach dem Kalender der eine im März und der andere im April. Ich würde gern um zu beginnen, die historische erste Ankunft nehmen. Wie sie unterrichtet sein werden, war es um 4 Uhr am vierten Tag des vierten Monats, daß Schri Aurobinod in Pondicherry landete. Denn es ist eine sehr bedeutsame Zahl. Sie steht für supramentale Vollkommenheit und der Ort an dem er landete, ist als Pudu-cherry bekannt, die neue Stadt. Ein bedeutsamer Begriff, -pudu; von den Europäischen Invasoren in Pondicherry korrumpiert.
Vor seiner Landung gibt es eine Geschichte die sie, obwohl sie sie kennen werden, sicherlich noch mal hören möchten. Irgendwann in der Mitte des Februars 1910 saß Schri Aurobindo im Sanjivani Büro, von wo er den Karmayogin und die Dharma Zeitung leitete und auch seine Hand im automatischen Schreiben versuchte. Sie wissen, es war später bei einer dieser Übung in Pondicherry, daß das berühmte Buch "Yogic Sadhana" unter der Inspiration von Ram Mohan Roy geschrieben wurde. Wie ich sagte, als er so mit dem automatischen Schreiben beschäftigt war, kam einer der Jungen der sein Assistent war, - ich glaube es war Ramachandrea Majumdar, mit der Nachricht, daß die Polizei das Büro durchsuchen und Schri Aurobindo arrestieren würde. Er hatte die Nachricht von einem seiner nahen Verwandten bekommen, der ein hoher Offizier beim C.I.D. war. Die jungen Männer um Schri Aurobindo begannen unter sich zu diskutieren, wie man wenn die Polizei käme, Widerstand leisten könnte. Als sie diskutierten, hörte Schri Aurobindo eine Stimme von oben Geh nach Chandranagore und innerhalb zehn Minuten, war er mit zwei oder drei ihm folgenden Jungen draußen auf dem Weg zum Ghat (Hafen), um in ein Boot zu steigen, daß nach Chandranagore fuhr. Er kam dort um Mitternacht an. Der Rest der Geschichte ist in der Überlieferung gut aufgezeichnet. Er blieb dort für eineinhalb Monate und es war eine intensive Periode der Yoga-Sadhana. Er wurde oft gesehen wie er die Wand betrachtete, als ihn sein Gastgeber einmal fragte, warum er auf diese Weise starrte; war die Antwort: Ich sehe dort Geschriebenes in Gold. Er hatte auch Visionen von einer Anzahl von Gottheiten, - von Göttinnen, die in einer bestimmten Reihenfolge in seiner Vision an ihm vorbeizogen. Später identifizierte er sie als die berühmten Göttinnen, Ila, Saraswati und Dakschina. Er war niemals darüber besorgt was er aß, was er tat und faktisch traf er sehr wenig Leute. Zu dieser Zeit gab es Bericht, daß die Polizei immer noch hinter ihm her war und es gab einen Vorschlag ihn nach Frankreich zu senden. Sie wissen, Chandranagore war zu dieser Zeit eine französische Kolonie. Zu dieser Stunde erhielt er wiederum den Befehl von oben - Gehe nach Pondicherry. Nachdem er sich dem, was er den inneren Führer nannte anvertraut hatte, war es für ihn typisch, daß er niemals mehr zweifelte. Es war im Jahr 1908, als er von Vischnu Bhaskar Lele Abschied nahm, daß er ihn nach den Anweisungen fragte, denen er in Abwesenheit des Lehrers folgen sollte. Lele war bereits von den Entwicklungen verblüfft, die in Schri Aurobindo stattgefunden hatten. Er sagte: Vertraue dich den Händen Gottes in deinem Herzen an. Und für Schri Aurobindo war es das.
Danach blickte er nicht mehr zurück, - was immer ihm gesagt wurde, was immer ihm befohlen ward, er folgte sofort. Und als er hörte: Gehe nach Pondicherry wurde seinem Cousin in Kalkutta die Nachricht gesandt, alles zu arrangieren.
Am ersten April wurde eine Scheinreise nach Kalkutta unternommen, um die Polizei auf eine falsche Spur zu lenken. Zwei Kojen wurden im Boot Dupleix reserviert, um von Pondicherry nach Kalkutta zu segeln. Es gab eine Menge von Mißverständnissen, viel Umherlaufen und die Leute waren sehr nervös, daß Schri Aurobindo auch zur rechten Zeit zum Hafen kam. Der Doktor, der das medizinische Zertifikat geben mußte, war am Abend bereits weggegangen und in der Zeit wo Schri Aurobindo und die Gesellschaft den Hafen erreichte, war es zu spät. So nahmen sie ein Fahrzeug zum Haus des Doktors und warteten auf ihn. Wie sie warteten, fingen die drei oder vier jungen Leute, die um Schri Aurobindo waren, unter sich zu sprechen und zu lachen an usw. Doch Schri Aurobindo war ganz unbeteiligt, unbewegt und still. Schri Aurobindo war in jenen Tagen sehr schlank und vom Resultat seiner Disziplin etwas blaß. Der Portier, der das Gepäck trug, dachte Schri Aurobindo sei sehr nervös und ängstlich und sagte um ihn sicher zu machen: "Babu, sei nicht ängstlich, der Doktor ist ein sehr guter Mensch!" Alle schauten einander an. Er schüttelte sogar Schri Aurobindos Schulter aber Schri Aurobindo lächelte nur. Danach wurden sie hineingerufen, es brauchte schwerlich einige wenige Minuten, der Doktor aber bemerkte den tadellosen englischen Akzent, der für Schri Aurobindo charakteristisch war und machte eine Bemerkung darüber. Schri Aurobindo sagte ihm, daß er seine Bildung in England erhalten hätte. Sie hatten die Tickets im Namen zweier Pseudonyme genommen. Schri Aurobindos Name war Jyotindranath Mitra und der Name Bijoy Nags, der ihn begleitete, war Bankim Chandra Basak. Später wurde gefragt, ich glaube hier von den Gefährten Schri Aurobindos, wie er als ein spiritueller Mensch, einen falschen Namen angeben konnte.
Eine sehr relevante Frage. Er antwortete ruhig: "Ich war kein spiritueller Mensch zu dieser Zeit." Ich glaube die gleiche Frage wurde in einem anderen Zusammenhang gestellt, die das Beispiel von Ramakrischna Paramahansa und einigen anderen Heiligen betraf. "Warum heiratet ihr alle, verlaßt eure Frau und beginnt dann ein spirituelles Leben? Warum habt ihr das zu tun?" Die Antwort war: "Zu der Zeit waren wir nicht spirituell." Wahr genug, falls sie spirituell gewesen wären, hätten sie nicht an eine Heirat gedacht. Das nebenbei.
Schri Aurobindo hatte vorher Moni, d.h. Suresh Chakravarty gesandt, den die meisten von ihnen nicht gesehen haben. Er wohnte gewöhnlich im Atelier oben, war sehr schlank und hübsch und als er Kalkutta verließ um nach Pondicherry zu gehen, kleidete er sich wie ein Anglo-Inder. Er kam hier am 31. März mit einem Brief von Schri Aurobindo für Srinivasachari an, ein Kollege von Subramany Bharati, der nach einigen Vorkehrungen die für das Wohnen gemacht werden mußten fragte. Aber an polizeiliche Taktiken gewöhnt, verdächtigten Srinivasachari, Bharati und jedermann, diesen Suresh Chakravarthy als Spion, der gekommen war, um sie in die Enge zu treiben. Deshalb nahmen sie ihn überhaupt nicht ernst. Nach ein, zwei, drei Tagen, wo sie überhaupt nichts taten, wurde er besorgt. Dann fingen sie selbst an zu Zweifeln, 'angenommen dieser Mann ist kein Spion und er ist wirklich von Schri Aurobindo gesandt. Dieser große Mensch, wenn er wirklich kommt, es darf nicht sein, daß er nicht gebührlich empfangen wird.' So sagten sie: schau, wir sind uns nicht sicher über das was du erzählst, aber wir wollen keine Änderungen vornehmen. Wir haben ein Haus hergerichtet und wir werden ihm einen öffentlichen Empfang an der Pier geben.' (Jetzt ist diese Pier gesprengt, sie war gegenüber vom gegenwärtigen All India Radio). Aber dann sagte Moni: 'Nein, er kommt im Geheimen, er möchte seine Ankunft nicht bekannt werden lassen, so bitte arrangieren sie keinen öffentlichen Empfang.' Sie waren noch mehr fasziniert. Doch stimmten sie trotzdem ein.
So kam Schri Aurobindo um 4 Uhr, am 4. April an. Er wurde von 3 oder 4 prominenten Leuten der Stadt empfangen - Shankara Chetty, Srinivasachari, Bharati usw. Sie gingen geradewegs zu Chettys Haus, wo er am Tor von einigen anderen unterschiedlichen Leuten empfangen wurde. Er sprach zu niemandem, er schaute sie an und ging hinein.
Nun, wie sie wissen, kann in Pondicherry kein Geheimnis für lange verborgen bleiben. Allerdings sagte uns die Mutter einmal, daß sie eine Wahrheitskraft freigesetzt hatte, die im Aschram nichts Geheimes erlauben wird. Ich würde sagen, sogar bevor sie hierher kam, fing diese Kraft hier an zu wirken! Den Leuten wurde diese Ankunft sehr bald bekannt. Der CID, der Generalinspektor, war der erste der wußte, daß Schri Aurobindo in Pondicherry angekommen war und er war gut genug, darüber Schri Aurobindo's Onkel Krishnakumar Mitra zu informieren.
Zu dieser Zeit war irgend etwas im Süden passiert. Da war ein berühmter Tamil-Yogi, Nagai Japta genannt, der eine große Gefolgschaft hatte und der immer von seinen Schülern über ihren Wohnsitz und über andere Probleme genervt wurde. Als er dabei war zu sterben, gab es Bestürzung zwischen ihnen. So fragte ihn ein Rangaswami Ayyangar, der damals ein Mitglied der Imperialen Gesetzgebenden Versammlung war, 'Jetzt wo du stirbst, auf wen werden wir nach Führung und Hilfe schauen? Er blieb für eine Weile still und sagte: 'Ein Purna-Yogi aus dem Norden, wird hier in den Süden kommen, er wird euer Guru sein.'Aber wie ihn erkennen? Jeden Tag kommen Yogis zum Süden herunter, Pseudos und Echte. Er sagte, 'Er wird durch drei seiner Aussagen erkannt werden. Schri Aurobindo berichtet in seinen autobiographischen Notizen, wie diese kleveren Leute die drei Aussagen in seinem Brief an Miranlini, seiner Frau, nachwiesen, in dem er von drei seiner Verrücktheiten spricht. Nun wurden jene Briefe in dem berühmten Alipore Prozeß bekannt gemacht.
Es gibt in jenen Briefen großen Pathos, aber jeder Brief offenbart einen Aspekt seiner großen Persönlichkeit. Er sagt dort:
"Ich habe drei Verrücktheiten. Die Erste: Ich habe jetzt erkannt, daß mein ganzes Wissen, alle meine Fähigkeiten, aller Reichtum den ich besitze, mir von Gott gegeben wurde. Ich bin ein falscher Buchhalter gewesen, daß ich dies alles als mein eigenes behandelte, ich bin ein Dieb gewesen. Es ist angemessen, daß ich meinen Lebensweg korrigiere und nur nehme was für meinen Lebensunterhalt nötig ist und Ihm den Rest zurückgebe.
Zweitens: Ich bin von einem unersättlichen Wunsch, einer Sehnsucht besessen, diesen Gott zu sehen. Wenn Gott existiert, muß es sicherlich einen Weg ihn zu erreichen geben. Ich bin entschlossen, einer Disziplin zu folgen, um dieses Ziel zu erreichen.
Und Drittens: Wir sind gewöhnt auf dieses Land als geographischen Begriff zu schauen, ein Land von Flüssen und Hügeln. Aber für mich ist es die Mutter, in einer physischen Gestalt inkarniert. Ich kann nicht eitel sitzenbleiben, wenn ich einen Ausländer an ihrer Kehle sitzen sehe, der das Leben aus ihr würgt. Ich muß mich der Befreiung meines Mutterlandes widmen."
Dies sind die drei berühmten Aussagen. Die höhere Klasse der Tamilen Intelligenzia, wendete sich zu Schri Aurobindo und leistet ihm hier Hilfe in jenen Zeiten der Armut und Not, denen er und seine Gefolgschaft unterworfen waren. Als er nach Pondicherry kam, kalkulierte er nicht wie er leben sollte, wer nach ihm schauen sollte, er kam gerade so wie es ihm befohlen wurde. Und später in einem anderen berühmten Brief an Baptista 1920, bezieht er sich auf Pondicherry als seiner Höhle des Tapasya, nicht der asketischen Art, sondern seiner eigenen Marke.
Schri Aurobindo begab sich geradewegs in eine anstengende Tapasya (Disziplin) und erkannte was er zu manifestieren hatte, was als Teil seiner Mission auszuarbeiten war. Aber er sah, daß der Schlüssel zur Übermittlung an Andere immer noch fehlte. Es war zu dieser Zeit, daß die Mutter am 29. März 1914 aus Frankreich ankam. Angekommen mit dem Schiff in Colombo, nahmen sie und Paul Richard den Zug nach Dhanuschkoti und kamen hier mit dem Morgenzug an. Und wie sich der Zug Pondicherry näherte, sah die Mutter eine aufsteigende Lichtsäule vom Zentrum der Stadt. Sie wußte, daß es wegen Schri Aurobindo war, den sie noch nicht getroffen hatte.
Es gibt eine Geschichte über ihr Kommen, die ich für sie in einigen Minuten zusammenfassen will. Wie sie wissen, begann sie ihr spirituelles Leben im Alter von fünf Jahren, als sie sich eines Lichtes über ihrem Kopf bewußt wurde; sie wußte nicht was es war, noch gab es jemand um sie herum der sie beraten konnte. Ihre Mutter war ein strenger Materialist, die niemals an solche Dinge glaubte. Während des Alters von 5 bis 18 Jahren, war die Mutter mit ihrer psychischen Entwicklung, Erkundung und Organisation ihres Bewußtseins in ihrem Innern befaßt. Danach betrat sie einen Zustand ihrer vitalen, ästhetischen Entwicklung, auf die eine wenige Jahre dauernde okkulte Entwicklung unter Max Theon und Alma Theon folgte. Danach kam ihre mentale Entwicklung, wo sie verschiedene Philosophien und Denkweisen meisterte. Und als sie 1914 hierher kam, hatte sie diese Vorbereitung abgeschlossen. Sie hatte das Göttliche im Innern verwirklicht, es gab nichts mehr für sie zu verwirklichen. Sie kam vollendet. Sie kam, weil sie mit Schri Aurobindo eine Mission auszuarbeiten hatte.
Seit 1904 an, als sie ungefähr 26 Jahre alt war, hatte sie angefangen eine Serie von Visionen und Schlaferlebnisse zu haben, indem sie stets einen Meister mit orientaler Kleidung sah, vor dem sie sich verbeugte.
Sie wußte in ihrem wachen Zustand nie wer das war. Und als sie am 29. März hierher kam und Schri Aurobindo oben auf der Treppe des Gasthauses sah, sah sie, daß es die gleiche Gestalt war, die sie früher Krischna genannt hatte, obwohl sie mit indischen Namen nicht vertraut war.
Das ist wie sich der Osten und der Westen am 29. März 1914 begegneten. Etwas früher am Morgen, hatte Paul Richard Schri Aurobindo getroffen und die Mutter wollte Schri Aurobindo alleine treffen, deshalb ihre Verabredung um halb vier. Was sie genau besprachen, wissen wir nicht. Aber wir wissen, daß am nächsten Tag, ich glaube am Morgen, als sie beide kamen um Schri Aurobindo zu treffen, sich Schri Aurobindo und Mr. Richard beide am Tisch gegenüber saßen und Weltangelegenheiten, den bevorstehenden Krieg und ähnliche solcher großen Fragen diskutieren. Aber die Mutter saß unten, sie sagte, sie war nicht an dem interessiert was sie sagten und sie setzte sich nur. Und sie berichtet sehr dankbar, wie eine große Stille von Schri Aurobindo zu ihr kam. Ihr Geist hörte auf zu Denken. Alle Pläne, alle Schemas, alle Visionen die sie über die Zukunft der Menschheit hatte, über ihre eigene Mission, alle wurden gänzlich ausgewischt. Und seitdem arbeitete ihr denkender Geist niemals mehr. Sie sagte, sie fragte Schri Aurobindo niemals danach und vielleicht meinte er auch nicht, daß es nötig sei. Es hatte zu geschehen. Bis sie hierher kam, sagte sie, war sie immer um einen absoluten stillen Geist bemüht, hatte aber keinen Erfolg darin. Jedoch in dieser halben Stunde, hatte das Wunder statt gefunden und sie stand als neue Person auf.
Sie wissen, danach als der Arya begonnen wurde, wie Schri Aurobindo selbst die ganzen 64 Seiten zu schreiben hatte, nachdem die Richards nach Frankreich abreisten, dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges folgend. Von dort ging sie nach Japan im Jahre 1916 und kam 1920 zurück. Als sie endgültig zurückkam, hatten Schri Aurobindo und sie eines Tages eine Diskussion, wie vorwärts zu gehen sei: - auf die supramentale Herabkunft zu warten, das Licht zu verbreiten und dann eine Gruppe von jenen zu bilden, die dieses Licht empfangen würden oder die Gruppe zuerst vorzubereiten und dann den Advent des Lichtes zu erwarten. Schri Aurobindos ursprünglicher Ansatz war, wenn das Licht käme, würde es seine Instrumente selbst finden. Aber die Mutter fühlte, daß wir die Instrumente bereit und glücklich halten sollten. Schri Aurobindo akzeptierte es, anderenfalls würden sie und ich heute nicht hier sein. Hier ist ein Kollektiv, welches wenigstens auch auf seinen tiefsten Stufen, nach dem Lichte und der Wahrheit trachtet. Wie die äußere Gestalt auch immer aussehen mag, der zentrale Fakt bleibt, daß wir nur eine Suche haben und die ist nach dem Göttlichen Bewußtsein. Jedermann ist irgendwo in seinem Wesen bewußt, das er das Göttliche zu verwirklichen hat. Und dies ist der Mutters solider Beitrag. Sie war es, die die Wahrheit des psychischen Wesens zu Schri Aurobindos Philosophie beisteuerte, denn überall haben die Leute das Selbst, die Seele, das innere Wesen, als Gleiches in einen Topf geworfen.
Sie hatte eine sehr präzise Art der Analyse und sie unterschied zwischen dem Selbst, der Seele und dem psychischen Wesen. Das Konzept des psychischen Wesens, das die Göttliche Gegenwart in jedem ist, der göttliche Funke um den sich eine Personalität über Geburt und Tod hin sammelt, ist ihr besonderer Einblick. Sie nennt das Psychische Wesen ein Gewand der Seele, das immer voller Freude, untrüglicher Wahrnehmung und Frieden ist. Und sie hat in unsere Ohren wieder und wieder eingehämmert, bis wir dieses nicht berühren und die psychische Gegenwart verwirklichen, ist alles Reden über Supramentalisierung, Transformation und Vergöttlichung akademisch.
Sie reichte die hohen Begriffe des Integralen Yogas von Schri Aurobindo zum gewöhnlichen Menschen weiter und machte sie ihm lebendig. Sie behandelte mit gleicher Liebe und Mitleid einen Professor, einen Analphabeten oder ein Kind. Sie und Schri Aurobindo trafen sich zuerst im Jahre 1914; die beiden Angereisten haben ein massives Gebäude einer Welt der Philosophie gebaut, eines Yogas für die Menschheit, von dem es kein Entrinnen gibt, - die Evolution des Bewußtseins. Alle Denker in der Welt kommen heute zu diesem Punkt, daß die Bedeutung des Lebens in diesem Universum, die Evolution des Bewußtseins ist.
Wie ist diese Evolution zu beschleunigen? Wo kommt Yoga hinein? Und wie nehmen wir als Kollektiv daran teil? Dies sind Fragen, die eine gesonderte Behandlung erfordern.
24.03.1984 M.P.Pandit